Wer im Jura unterwegs ist und die Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich überqueren möchte, landet fast automatisch am Col de la Givrine. Der Pass auf 1229 m verbindet das waadtländische Nyon mit dem französischen Haut‑Jura – und bietet weit mehr als nur eine Strasse. Ob du wandern, radeln, rodeln oder einfach nur die Aussicht geniessen willst: Hier findest du eine ehrliche Übersicht, was wirklich geht und worauf du achten solltest.

Höhe: 1229 m · Lage: Kanton Waadt, Schweiz · Auffahrt von Nyon: 21 km · Höhenunterschied: 818 m · Durchschnittssteigung: 4,1 % · Nächste Ortschaften: Saint‑Cergue, La Cure

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Exakte Höhe variiert je nach Quelle (1229 vs. 1232 m).
  • Verfügbarkeit der Webcam (manchmal offline, kein Live‑Check möglich).
  • Öffnungszeiten des Restaurants am Pass (saisonal, nicht immer bestätigt).
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Sechs Eckdaten auf einen Blick – sie zeigen, warum der Col de la Givrine für Tagesausflüge und Sport gleichermassen taugt.

Merkmal Wert
Höhe 1229 m (lt. Wikipedia)
Kanton Waadt
Region Jura
Nächste grössere Stadt Nyon (15 km)
Grenzübergang La Cure (Frankreich)
Strassenpass Hauptstrasse 125

Wo liegt der Col de la Givrine und welche Höhe hat er?

Geografische Lage und Anbindung

Der Col de la Givrine liegt im Kanton Waadt im Waadtländer Jura (Regionalpark Jura Vaudois), unmittelbar an der Grenze zu Frankreich. Die Passstrasse (Hauptstrasse 125) verbindet die Ortschaft Saint‑Cergue auf Schweizer Seite mit La Cure auf französischer Seite. Wer von Nyon kommt, fährt etwa 15 km in nordwestlicher Richtung und erreicht den Pass nach rund 20 Minuten Fahrzeit.

Die Region ist Teil des Naturparks Jura Vaudois (regionaler Naturpark), der für seine weiten Wälder, Weiden und das sanft hügelige Profil bekannt ist. Der Pass selbst ist ein einfacher Sattel – kein spektakulärer Alpenübergang, aber genau das macht ihn für Alltagsausflüge so zugänglich.

Fazit: Der Col de la Givrine ist der niedrige, aber strategisch wichtige Jura‑Übergang zwischen dem Genferseegebiet und dem französischen Jura. Für Pendler zwischen Nyon und Les Rousses ist er die direkte Route; für Ausflügler der Startpunkt in eine ruhige, grüne Landschaft.

Offizielle Höhenangaben

Die Abweichung zwischen 1229 und 1232 m ist typisch für Pässe, bei denen der höchste Punkt der Fahrbahn nicht exakt mit dem topografischen Sattel übereinstimmt. Wen es genau interessiert: Die offizielle Schweizer Landeskarte (massgeblich für amtliche Höhen) setzt den Wert bei 1229 m fest. Im Zweifel gilt die Karte.

Welche Aktivitäten kann man am Col de la Givrine unternehmen?

Wandern und Spaziergänge

  • Die Boucle de la Givrine ist eine rund 8 km lange Rundwanderung, die direkt am Pass startet und durch abwechslungsreiches Jura‑Gelände führt. Sie ist als leichte bis mittelschwere Tour markiert und für die meisten Trittsicheren machbar.
  • Eine zweite beliebte Route: Die Wanderung La Givrine–Le Vermeilley (ganzjährig begehbarer Weg im Jura Vaudois) führt über sanfte Anstiege durch Weiden und Wald. Bei klarer Sicht zeigt sich am Horizont der Mont Blanc – ein überraschender Fernblick für einen so tiefen Pass.
  • Die Strecke ist 5,2 km lang und überwindet rund 150 Höhenmeter; Zwischenpunkt ist La Genolière auf 1348 m (Angabe des Schweizer Pärke‑Netzwerks).

Das Wegenetz um den Pass ist dicht. Wer eine Stunde Zeit hat, findet kurze Spaziergänge; wer einen halben Tag einplant, kann bis La Cure oder zu den Höhen des Mont Sâla wandern. Die Markierungen sind durchgehend – das SchweizMobility‑Netz (nationales Wanderweg‑System) übernimmt die Pflege.

Radfahren und Mountainbiken

Für Strassenradfahrer ist der Col de la Givrine eine der bekanntesten, aber auch eine der zugänglichsten Jura‑Auffahrten. Die Auffahrt von Nyon gilt als Massstab: quaeldich.de (Radsport‑Spezialportal) listet sie mit 21 km Länge und 818 Höhenmetern bei einer Durchschnittssteigung von 4,1 %.

  • Auffahrt von Nyon: 21 km, 818 Hm, Ø 4,1 % – eine gleichmässige Steigung ohne extreme Rampen, ideal für Trainingsfahrten.
  • Auffahrt von Gingins: 14,8 km, 687 Hm, Ø 4,7 % – etwas kürzer und steiler, für konditionsstarke Fahrer eine echte Alternative.
  • Mountainbike: Auf der Passhöhe zweigen Forstwege ab, die zu Singletrails in den Jura führen. Die Strecken sind nicht präpariert, aber GPX‑Tracks sind auf den gängigen Portalen verfügbar.

Die Strasse ist asphaltiert und ganzjährig befahrbar. Im Sommer ist mit mässigem Verkehr zu rechnen – der Pass ist keine Hauptverkehrsachse, aber die Zufahrt zu den Grenzorten sorgt für Autoverkehr, auf den Radfahrer achten müssen.

Winteraktivitäten: Langlauf, Skifahren, Luge

Der Wintertourismus in der Region ist beschaulich, nicht grossflächig. Wer grosse Skigebiete sucht, ist falsch. Wer Ruhe, Schnee und einfache Wintersportarten mag, findet am Col de la Givrine ideale Bedingungen – vorausgesetzt, die Schneedecke reicht, was im Jura nicht jedes Jahr garantiert ist.

Fazit: Der Pass bietet ein breites Spektrum an Aktivitäten, aber kein einziger Anbieter bündelt sie vollständig. Familien mit Kindern: die Rodelbahn und kurze Wanderungen. Radsportler: die Nyon‑Auffahrt. Wintersportler: Langlauf und Schneeschuhe. Für jeden Typ gibt es eine passende Option – aber man muss sie selbst zusammensuchen.

Wie ist das Wetter am Col de la Givrine?

Aktuelle Wetterbedingungen

Eine offizielle Wetterstation gibt es am Pass nicht. Die nächstgelegene Messstation des Bundesamts für Meteorologie (MeteoSchweiz) steht in La Dôle auf 1670 m. Trotzdem lassen sich verlässliche Aussagen treffen: Der Jura ist im Winter häufig schneebedeckt, im Sommer liegen die Temperaturen tagsüber zwischen 18 und 25 °C, nachts kühlt es deutlich ab. Nebel kann gerade in den Übergangsmonaten aufziehen und die Sicht stark einschränken.

  • Winter: Temperaturen oft um den Gefrierpunkt, Schnee ab November möglich. Die MySwitzerland‑Schneeprognose (offizielles Schneeportal) gibt einen guten Anhalt.
  • Sommer: Mild, mit Gewitterneigung am Nachmittag – typisch für die Jurahöhen.
  • Frühling/Herbst: Wechselhaft, oft windig, Nebelrisiko hoch.

Die Wetterdynamik am Pass folgt einem klaren Muster: Wer im Sommer einen klaren Tag erwischt, hat beste Bedingungen. Im Winter entscheidet die aktuelle Schneemenge über die Nutzbarkeit der Loipen.

Webcam‑Bilder live

Eine Webcam ist am Col de la Givrine verfügbar. Sie wird von der Gemeinde Saint‑Cergue (offizielle Tourismusseite der Gemeinde) betrieben und zeigt die aktuelle Schneelage und Sicht. Der Zugriff erfolgt über die Gemeindewebsite – ein direkter Klick gibt das aktuelle Standbild frei. Einzige Einschränkung: Die Kamera ist nicht rund um die Uhr garantiert online. Vor der Abfahrt lohnt der Blick, aber eine 100‑%‑Garantie gibt es nicht.

Gibt es Restaurants und Unterkünfte am Col de la Givrine?

Restaurants und Gaststätten

  • Direkt auf der Passhöhe liegt das Restaurant «Le Col de la Givrine», das traditionelle Jurassische Küche serviert (Fondue, Raclette, Rösti). Öffnungszeiten sind saisonal – im Winterhalbjahr oft nur an Wochenenden, im Sommer regelmässiger.
  • In Saint‑Cergue (3 km östlich) gibt es mehrere Restaurants und eine Bäckerei für die Verpflegung unterwegs.
  • In La Cure auf französischer Seite (2 km westlich) findet man ein weiteres Bistro, das vor allem bei Grenzgängern beliebt ist.

Picknickplätze mit Tischen und Bänken sind am Pass vorhanden – wer selbst Proviant mitbringt, kann auch ohne Restaurantbesuch eine Pause einlegen.

Übernachtungsmöglichkeiten

  • Saint‑Cergue: Hotels wie das Hôtel de la Gare oder das Hôtel du Cerf bieten einfache, saubere Zimmer.
  • La Cure: Ein Landgasthof mit wenigen Betten – früh buchen, die Kapazität ist klein.
  • Ferienchalets: In der Umgebung werden mehrere Chalets über die üblichen Buchungsplattformen angeboten, ideal für Familien oder Gruppen.

Für Camper: Am Pass selbst gibt es keinen Campingplatz. Der nächste offizielle Platz liegt in Camping Lac de Joux – Baden, Preise & Stellplätze im Vallée, rund 25 Fahrminuten entfernt.

Wie erreiche ich den Col de la Givrine?

Anreise mit dem Auto

  • Von Nyon über die Hauptstrasse 125 – ausgeschildert, 21 km, knapp 30 Minuten.
  • Von Les Rousses (Frankreich) über die D415 – ebenfalls gut ausgeschildert, Grenzübertritt bei La Cure.
  • Parkplätze sind auf der Passhöhe vorhanden: ein gebührenfreier Parkplatz für etwa 30 Autos, in der Hochsaison schnell belegt.

Wer vom Flughafen Genf kommt, braucht rund 45 Minuten über die Autobahn A1 bis Nyon und dann die Passstrasse hinauf. Parkmöglichkeiten am Flughafen sind teuer; eine Alternative ist die Anreise mit dem Zug bis Nyon und dann per Bus. Für eine günstige Parkoption am Flughafen lohnt der Blick auf Parken am Flughafen Genf: Preise, Vergleich & Tipps 2025 (Ratgeber‑Seite mit Parkvergleich).

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Buslinie 720 von Nyon nach Saint‑Cergue (Haltestelle «St‑Cergue, gare»). Von dort sind es 2 km zu Fuss oder per Taxi bis zur Passhöhe.
  • Alternativ: Zug von Genf nach Nyon (S1, 15 Minuten), dann Bus 720 (30 Minuten).
  • Achtung: Am späten Abend und an Sonntagen fährt der Bus seltener – Fahrplan vorher prüfen.

Radrouten und Wanderwege

  • Mit dem Rad von Nyon oder Gingins (wie oben beschrieben) – beide Routen sind auf Asphalt und für Rennräder geeignet.
  • Zu Fuss: Vom Bahnhof Saint‑Cergue führt ein markierter Wanderweg (Nr. 75) direkt zum Pass.
  • Mit dem Mountainbike: über den Forstweg ab Saint‑Cergue, der die Strasse umgeht.

Die technischen Daten des Passes zeigen auf einen Blick, warum er für verschiedene Fahrzeug‑ und Sportarten geeignet ist – aber nicht für alle.

Spezifikation Details
Höhe (Passhöhe) 1229 m (Schweizer Landeskarte)
Kanton Waadt (VD)
Region Jura Vaudois
Strassentyp Hauptstrasse 125, asphaltiert
Verkehrsbedeutung Regionalverbindung CH–F, keine Transitachse
Durchschnittssteigung (Nyon) 4,1 %
Maximale Steigung ca. 7 % auf den letzten 2 km
Länge der Auffahrt (Nyon) 21 km
Höhenunterschied (Nyon) 818 m
Wintersperrung Nein – geräumt und gestreut
Grenzübergang Ja (La Cure, Frankreich)
Nächste grössere Stadt Nyon (15 km, 31 000 Einwohner)

Bestätigte Fakten vs. Unklares

Bestätigte Fakten

  • Der Pass liegt im Kanton Waadt und verbindet Saint‑Cergue mit La Cure (Wikipedia).
  • Die Höhe beträgt nach offizieller Landeskarte 1229 m.
  • Die Auffahrt von Nyon ist 21 km lang mit 818 Höhenmetern und 4,1 % Durchschnittssteigung (quaeldich.de).
  • Eine Webcam ist über die Gemeinde Saint‑Cergue verfügbar (Gemeinde Saint‑Cergue).
  • Im Winter sind Langlaufloipen und eine Rodelbahn präpariert (MySwitzerland).
  • Die Strasse ist ganzjährig befahrbar und wird im Winter geräumt.

Was unklar ist

  • Exakte Höhe: 1229 vs. 1232 m – je nach Quelle und Messpunkt.
  • Verfügbarkeit der Webcam: zeitweise offline, keine feste Betriebsgarantie.
  • Öffnungszeiten des Restaurants am Pass: saisonal, oft nur Wochenenden im Winter.
  • Schneehöhe im Tal: Der MySwitzerland‑Schneebericht meldete zuletzt 0 cm – Winteraktivitäten sind stark von aktuellen Niederschlägen abhängig.

Stimmen und Perspektiven

Der Col de la Givrine verbindet auf 1229 m die Schweiz mit Frankreich und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer.

– Wikipedia (freie Enzyklopädie)

Die Auffahrt von Nyon ist 21 km lang bei 4,1 % Steigung – eine ideale Strecke für Einsteiger und Trainingsfahrten.

– quaeldich.de (spezialisiertes Radrouten‑Portal)

Die Schneeschuhroute von La Givrine nach La Cure führt durch eine ruhige Landschaft aus Weiden und Wald – ein Erlebnis für die ganze Familie.

– SchweizMobility (nationales Schneeschuh‑Wegenetz)

St‑Cergue und La Givrine sind ideale Winterziele für Anfänger und Fortgeschrittene – mit Loipen, Rodelbahn und Winterwanderwegen.

– MySwitzerland (offizielles Schweizer Tourismusportal)

Was bedeutet das für deinen Besuch?

Der Col de la Givrine ist kein spektakulärer Alpenpass, aber genau das macht ihn so brauchbar: Er ist nah an Genf und Nyon, das ganze Jahr erreichbar und bietet für fast jede Jahreszeit eine Aktivität. Die Einschränkungen sind real – die Webcam fällt aus, das Restaurant hat unregelmässige Öffnungszeiten, der Schnee kommt nicht immer. Wer das einplant und flexibel bleibt, findet hier einen der vielseitigsten Jura‑Pässe für den Tagesausflug. Für dich als Tagesausflügler aus der Genf‑Region ist der Entscheid klar: Mit einer guten Wetter‑ und Webcam‑Prüfung am Morgen und einem Picknick im Rucksack fährst du besser, als dich auf offene Restaurants zu verlassen. Für Sportler gilt: Die Auffahrt von Nyon ist eine der besten Trainingsstrecken im Jura – und die Loipen sind im Winter eine ernsthafte Alternative zu den überlaufenen Alpen.

Der Col de la Givrine, ein beliebter Jura-Pass, wird auf dem Blog nachrichtenpunkt.ch mit allen wichtigen Informationen beschrieben.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Col de la Givrine mautpflichtig?

Nein. Die Passstrasse (Hauptstrasse 125) ist eine öffentliche Strasse ohne Maut.

Gibt es Wanderparkplätze am Pass?

Ja. Ein gebührenfreier Parkplatz für etwa 30 Fahrzeuge ist direkt auf der Passhöhe vorhanden. An schönen Wochenenden im Sommer und Winter kann er früh belegt sein.

Kann man am Col de la Givrine campen?

Wildcampen ist im Jura Vaudois nicht offiziell erlaubt. Es gibt keinen Campingplatz am Pass. Der nächste Campingplatz liegt am Lac de Joux, rund 25 Minuten entfernt.

Ist die Strasse im Winter geräumt?

Ja. Die Hauptstrasse 125 wird regelmässig geräumt und gestreut. Schneeketten können bei starkem Schneefall notwendig sein, sind aber selten Pflicht.

Welche Buslinien fahren zum Col de la Givrine?

Die Buslinie 720 verbindet Nyon mit Saint‑Cergue. Von der Endhaltestelle «St‑Cergue, gare» sind es rund 2 km zu Fuss oder per Taxi bis zur Passhöhe.

Gibt es eine Seilbahn am Col de la Givrine?

Nein. Eine Seilbahn gibt es weder am Pass selbst noch in der unmittelbaren Umgebung.

Ist der Pass für Wohnmobile geeignet?

Ja. Die Strasse ist breit und gut ausgebaut. Der Parkplatz auf der Passhöhe ist für Wohnmobile geeignet, aber nicht speziell ausgewiesen. Es gibt keine Entsorgungsstation.

Kann man am Col de la Givrine im Winter rodeln?

Ja. Ein kleiner Rodelhang direkt am Pass ist bei Familien beliebt. Ein eigener Schlitten ist mitzubringen; vor Ort gibt es keine Ausleihe.