
Besetzung Der Pate: Deutsche Synchronstimmen & Cast
Kaum ein Hollywood-Film hat die deutsche Kinolandschaft so nachhaltig geprägt wie Der Pate – und kaum ein Zuschauer, der den Film in den 70ern oder 80ern im Kino sah, kennt die Stimmen der Charaktere heute noch anders als aus der Erinnerung. Hinter den ikonischen Figuren von Marlon Brando und Al Pacino verbergen sich für deutsche Ohren längst vertraute Synchronsprecher-Stimmen.
Regisseur: Francis Ford Coppola · Don Vito Corleone: Marlon Brando · Michael Corleone: Al Pacino · Sonny Corleone: James Caan · Tom Hagen: Robert Duvall
Kurzüberblick
- Erste deutsche Synchro 1972 bei Berliner Synchron (Wikipedia)
- Helmut Krauss sprach Brando in 1972 und 2008 (Media-Paten)
- Lutz Mackensy lieh Pacino seine Stimme in 1972 und Teil 2 (Deutsche Synchronkartei)
- Exakte Besetzung der ZDF-Version von 1979
- On-Set-Beziehungen zwischen Hauptdarstellern
- Österreichische oder schweizerische Synchro-Varianten
- 1972: Erste Synchro bei Berliner Synchron
- 2008: Neue DVD-Fassung bei Media-Paten
- 2019: Tod von Helmut Krauss
- Neue Streaming-Fassungen könnten weitere Synchro-Varianten bringen
- Archivmaterial der Studios bleibt größtenteils unveröffentlicht
Die folgende Tabelle fasst die Kerndaten zu Besetzung und Produktion zusammen:
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Erscheinungsjahr | 1972 |
| Regisseur | Francis Ford Coppola |
| Länge | 175 Minuten |
| Hauptdarsteller | Marlon Brando, Al Pacino |
| Deutsche VF Vito | Michel Duchaussoy (Originalversion) |
Besetzung von Der Pate (1972)
Die erste deutsche Synchronisation von Der Pate erfolgte 1972 bei der Berliner Synchron unter Regie von Ottokar Runze. Diese Version etablierte die Stimmen, die für deutsche Kinobesucher bis heute den Maßstab für die Charaktere setzen. In der Original-Synchronisation von 1972 sprach Helmut Krauss Marlon Brando als Don Vito Corleone – eine Stimme, die für Generationen von Zuschauern untrennbar mit dem Patriarchen der Corleone-Familie verbunden ist.
Marlon Brando als Don Vito Corleone
Für die Rolle des Don Vito Corleone lieh Helmut Krauss dem oscargekrönten Brando seine unverwechselbare Stimme. Krauss synchronisierte Brando nicht nur in der Originalversion von 1972, sondern auch in der Neusynchronisation von 2008 – eine seltene Kontinuität in der deutschen Filmgeschichte. Krauss verstarb 2019.
Al Pacino als Michael Corleone
Lutz Mackensy war die Stimme von Al Pacino in der 1972er Version und behielt diese Rolle auch für Der Pate 2 bei. Mackensy schuf damit eine der konstantesten Synchronbesetzungen der Filmgeschichte – derselbe Sprecher für eine der wichtigsten Rollen über zwei Filme hinweg.
James Caan als Sonny Corleone
Oliver Stritzel synchronisierte James Caan als Santino „Sonny” Corleone in der 1972er Fassung. Bemerkenswert ist, dass Stritzel diese Rolle auch in der 2008er DVD-Neusynchronisation erneut übernahm – eine weitere Ausnahme von der üblichen Praxis, bei Neuauflagen neue Sprecher zu besetzen.
Robert Duvall als Tom Hagen
Tom Vogt war die Stimme von Robert Duvall als Tom Hagen in der Originalversion. Die Rolle des Consigliere wurde in der deutschen Version von einer der profiliertesten deutschen Synchronsprecher-Stimmen gesprochen, was zur atmosphärischen Dichte des Films beitrug.
Die Besetzung der 1972er Synchronisation umfasste insgesamt 26 Sprechrollen mit detaillierter Zuordnung. Besonders bemerkenswert: Olaf Reichmann synchronisierte John Cazale als Fredo Corleone in der Originalversion.
„Wir haben 2008 mit dem wunderbaren Helmut Krauss diese lustig Neusynchronisation produziert.”
— Media-Paten Team, Produzent
Besetzung von Der Pate 2
Der Pate 2 brachte Robert De Niro als jungen Vito Corleone auf die Leinwand und wurde für die deutsche Synchro erneut bei der Berliner Synchron produziert. Die Kontinuität bei den Hauptsprechern war bemerkenswert: Lutz Mackensy synchronisierte Al Pacino erneut als Michael Corleone.
Robert De Niro als junger Vito
In der Saga-Synchronisationsfassung sprach Christian Brückner sowohl Marlon Brando als auch Robert De Niro als jungen Vito Corleone. Diese außergewöhnliche Doppelsynchronisation erforderte einen Sprecher mit großer stimmlicher Bandbreite.
Al Pacino kehrt zurück
Für Der Pate 2 synchronisierte Lutz Mackensy Al Pacino erneut – eine der wenigen Konstanten über die ersten beiden Filme hinweg. Die Deutsche Synchronkartei dokumentiert diese Besetzung als eine der stabilsten in der deutschen Filmgeschichte.
Die 2008er Neusynchronisation für die restaurierte DVD behielt einige dieser Kontinuitäten bei, ersetzte aber andere Rollen durch neue Sprecher. Insgesamt wurden 26 Sprechrollen für die 2008er Version dokumentiert.
„Der Pate wurde erstmals 1972 bei der Berliner Synchron unter der Regie von Ottokar Runze synchronisiert.”
— Wikipedia, Enzyklopädie
Besetzung von Der Pate 3
Der dritte Teil der Saga, 1990 erschienen, brachte neue Herausforderungen für die deutsche Synchro. Al Pacino führte die Reihe als gealterter Michael Corleone an, während Sofía Coppola in einer Nebenrolle als Mary Corleone debütierte.
Al Pacino als Michael
Die Synchronisation von Der Pate 3 folgte den etablierten Mustern der Vorgängerfilme. Die deutsche Fassung wurde erneut bei der Berliner Synchron produziert, mit Lutz Mackensy als Stimme für Pacino.
Neue Charaktere
Neben den zurückkehrenden Hauptdarstellern führte Teil 3 neue Figuren in die deutsche Synchronisationsgeschichte ein. Die Besetzungsentscheidungen für diese Rollen folgten der etablierten Praxis, erfahrene Synchronsprecher für tragende Rollen zu engagieren.
Kritik an der Besetzung
Der dritte Teil der Reihe wurde von Kritikern und Fans gleichermaßen kritisch aufgenommen – auch hinsichtlich einiger Synchronisationsentscheidungen, die im Vergleich zu den ersten beiden Filmen als weniger stimmig empfunden wurden.
Wichtige Nebenrollen: Anwalt, Tom und Consigliere
Die Nebenrollen in Der Pate sind mehr als nur Stützräder für die Haupthandlung – sie formen das Gefüge der Corleone-Familie entscheidend mit und verdienen daher besondere Aufmerksamkeit bei der Betrachtung der Besetzung.
Tom Hagen
Robert Duvall als Tom Hagen wurde in der Originalversion von Tom Vogt synchronisiert. In der Saga-Besetzung übernahm Norbert Langer diese Rolle, was eine von mehreren Besetzungsänderungen zwischen den Synchronfassungen darstellt.
Der Anwalt in Der Pate
Die Rolle des Anwalts in Der Pate gehört zu den markanteren Nebenfiguren. Die Besetzung variierte zwischen den Synchronfassungen, wobei Thomas Danneberg in der 2008er Version einige Nebenrollen übernahm.
Consigliere-Rolle
Richard S. Castellano als Peter Clemenza wurde von Hans-Werner Bussinger in der 1972er Originalversion und erneut in der 2008er DVD-Fassung synchronisiert – eine weitere Ausnahme von der üblichen Neubesetzung bei Neuauflagen.
Die Deutsche Synchronkartei dokumentiert diese Kontinuitäten akribisch und ermöglicht einen detaillierten Vergleich der Sprecherbesetzungen über alle drei Synchronfassungen hinweg.
Casting-Trivia: Alter, Absagen und On-Set-Beziehungen
Hinter den Kulissen von Der Pate gab es zahlreiche Geschichten rund ums Casting, die bis heute die Filmgeschichte prägen. Einige dieser Geschichten betreffen die tatsächlichen Alterskonstellationen der Darsteller und die berühmten Absagen, die das Casting-Projekt begleiteten.
Wie alt waren Brando und Pacino?
Marlon Brando war beim Dreh von Der Pate etwa 48 Jahre alt – deutlich älter als die Figur des Don Vito, die er spielte. Al Pacino hingegen war beim Dreh nur etwa 31 Jahre alt und wurde für die Rolle des Michael Corleone bewusst als junger, noch unverbrauchter Familienvater eingesetzt.
Wer lehnte Michael ab?
Die Rolle des Michael Corleone wurde ursprünglich an mehrere namhafte Schauspieler angeboten, bevor Al Pacino die Zusage machte. Die Geschichten um diese Absagen gehören zu den bekanntesten Anekdoten der Filmgeschichte.
Beziehungen zwischen Pacino, Brando und Keaton
Die On-Set-Beziehungen zwischen den Hauptdarstellern wurden vielfach dokumentiert. Traudel Haas synchronisierte Diane Keaton als Kay Adams in mehreren Versionen – sowohl in der Originalversion von 1972 als auch in der 2008er Neusynchronisation.
Die Synchronisation von Der Pate erstreckt sich über mindestens drei Hauptversionen: die Originalversion von 1972, eine mögliche ZDF-Version von 1979 und die DVD-Neusynchronisation von 2008. Die Deutsche Synchronkartei dokumentiert diese Varianten mit ihren jeweiligen Sprecherbesetzungen.
Für deutsche Zuschauer, die mit der Originalfassung aufwuchsen, sind Helmut Krauss als Don Vito und Lutz Mackensy als Michael Corleone längst mehr als nur Synchronsprecher – sie prägten die deutsche Rezeption eines Weltklasse-Films entscheidend.
Dass Helmut Krauss sowohl 1972 als auch 2008 Marlon Brando synchronisierte und Oliver Stritzel James Caan in beiden Versionen sprach, ist eine Ausnahme. Normalerweise werden bei Neusynchronisationen neue Sprecher besetzt, was die Seltenheit dieser Kontinuität unterstreicht.
Bestätigte Fakten
- Marlon Brando als Vito Corleone (Helmut Krauss, 1972 und 2008)
- Al Pacino als Michael (Lutz Mackensy, 1972 und Pate 2)
- Robert Duvall als Tom Hagen (Tom Vogt, 1972)
- Erste Synchro 1972 bei Berliner Synchron
- Neusynchronisation 2008 für DVD
- 26 Sprechrollen in 2008er Version
Unbestätigte Gerüchte
- Exakte ZDF-Version von 1979
- Österreichische Synchro-Varianten
- On-Set-Konflikte zwischen Schauspielern
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Neben den deutschen Synchronstimmen wie Helmut Krauss für Brando bietet die detaillierte Besetzungsanalyse wertvolle Einblicke in die Originalwahl der Hauptdarsteller.
Häufig gestellte Fragen
Spielt Robert De Niro in Der Pate?
Robert De Niro spielt nicht im ersten Teil von 1972, sondern debutierte als junger Vito Corleone in Der Pate 2 (1974). In der Saga-Synchronisationsfassung wurde De Niro von Christian Brückner synchronisiert.
Wie alt war Al Pacino in Der Pate?
Al Pacino war beim Dreh von Der Pate etwa 31 Jahre alt. Er synchronisierte die Rolle des jungen Michael Corleone, der zunächst nichts mit der Familien Mafia-Geschäften zu tun haben wollte.
Wie alt war Marlon Brando beim Dreh von Der Pate?
Marlon Brando war beim Dreh von Der Pate etwa 48 Jahre alt. Er spielte den Patriarchen Don Vito Corleone, der deutlich älter war als der tatsächliche Darsteller.
Ist der Film Der Pate eine wahre Geschichte?
Der Pate basiert auf dem Roman von Mario Puzo aus dem Jahr 1969. Der Film ist eine fiktive Geschichte und keine Direkt-Adaption realer Ereignisse, obwohl die Handlung von mafiaähnlichen Strukturen inspiriert wurde.
Warum ist Der Pate 3 so schlecht?
Der Pate 3 wurde von Kritikern und Fans oft kritisiert, weil der Film nicht an die Qualität der ersten beiden Teile heranreichte. Auch die Besetzung und Synchronisation wurden teilweise als weniger überzeugend empfunden.
Wer hat die Rolle des Michael Corleone abgelehnt?
Die Rolle des Michael Corleone wurde mehreren Schauspielern angeboten, bevor Al Pacino die Zusage machte. Die Geschichten um diese Absagen gehören zu den bekanntesten Anekdoten der Filmgeschichte.
Für deutsche Filmfans bleibt die Synchrongeschichte von Der Pate ein eigenständiges Kapitel der Filmrezeption – eine Geschichte, die mit Helmut Krauss, Lutz Mackensy und anderen Stimmen weit über die ursprüngliche Kinopremiere hinausreicht. Wer die Originalstimmen kennt, hat einen zusätzlichen Zugang zu einem der bedeutendsten Filme der Kinogeschichte.